2009/12/9
Griechenland: Wahlsieg der PASOK
Die am 4. Oktober 2009 abgehaltenen griechischen Parlamentswahlen brachten
den erwarteten Sieg der PASOK (Sozialdemokraten), die die bisher
regierende Neue Demokratie (rechtskonservative Partei) ablösen werden. Der
Sieg war noch deutlicher als erwartet ausgefallen.

Von: KPÖ-Bundesvorstand
(06.10.09)
Die GriechInnen hatten wohl mehr als genug von der korrupten neoliberalen
Politik von Kostas Karamanlis und seinem Clan. So wählten sie Georgios
Papandreou, den Führer des anderen großen Politclans in Griechenland. Die
Familien Karamanlis und Papandreou wechseln sich seit Jahrzehnten in
Griechenland an der Macht ab. Dennoch erschien den griechischen
WählerInnen offenbar keine andere Perspektive realistisch als nun nach
Jahren konservativer (Miss)wirtschaft die andere Seite zum Futtertrog zu
lassen.
Dies ging ganz offensichtlich zu Lasten der anderen, vor allem linken
Parteien. So verloren sowohl die Kommunisten (KKE) als auch SYRIZA, ein
linkes antikapitalistisches Wahlbündnis, dem als wichtigste Kraft die
EL-Partei Synaspismos angehört, Stimmen und Mandate. Die griechischen
Grünen scheiterten ein weiteres Mal an der 3-Prozent-Klausel
Zum Ausgang der griechischen Wahlen erklärte Alexis Tsipras, Präsident von
SYNASPISMOS: „Es war ein zwar kleiner aber ein sehr wichtiger Erfolg für
SYRIZA , den viele politische Kräfte wollten uns aus dem politischen
System Griechenlands verdrängen. Das war die Antwort der Menschen,
besonders die Antwort der jungen Generation, der ArbeiterInnen, der
Arbeitslosen, die Antwort von all den Menschen, deren Stimmen nicht gehört
werden.
Die KPÖ gratuliert herzlich zu diesem in dieser schwierigen Situation
bemerkenswerten Wahlergebnis