2009/12/9

Drei Millionen Euro vorgesehen

Afghanische Politiker begrüßen den Willen der Bundesregierung, die Opfer des Angriffs auf zwei Tanklaster bei Kundus zu entschädigen. Oppostion sieht Minister Guttenberg durch die Affäre beschädigt

Drei Monate nachdem hier Zivilisten den Tod fanden, dürfen ihre Hinterbliebenen endlich auf Kompensation hoffen.                                                                    Die Bundesregierung will Opfer und Hinterbliebene des Luftangriffs in Afghanistan einem Zeitungsbericht zufolge mit drei Millionen Euro entschädigen. Diese Summe werde im Verteidigungsministerium eingeplant, berichtet die Hannoversche Allgemeine Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise. Details sollten in den kommenden Tagen mit einem Rechtsanwalt ausgehandelt werden.                   Das Verteidigungsministerium hatte sich am Montag an den deutsch-afghanischen Anwalt der Angehörigen von Opfern, Karim Popal, gewandt. Der Anwalt hat nach eigenen Angaben 78 Vollmachten von Hinterbliebenen des Luftschlags vom 4. September, bei dem nach NATO- Angaben bis zu 142 Menschen getötet und verletzt worden waren - darunter viele Zivilisten. Ein deutscher Oberst hatte die Bombardierung zweier von Taliban entführter Tanklastwagen im nordafghanischen Kundus angeordnet.( Hannover dpa )

taz, 8.12.2009

 

 
 

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